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Der Wernigeröder Kunst- und Kulturverein e.V. wurde 1990 gegründet.
Sie finden uns direkt am Markt in Wernigerode.
Wir laden Sie ein, Eintritt frei:
Galerie im Ersten Stock – moderne Kunst in 6 Ausstellungen jährlich ständiges Angebot von Bildern und Objekten (Grafik, Malerei, Plastik, Schmuck, Holzbildhauerei, gegossene Objekte)
Geöffnet von Dienstag bis Sonntag von 14 bis 17 Uhr, Samstag von 11 bis 17Uhr.
Remise – Kleiner Veranstaltungssaal für etwa 100 Teilnehmer
Kemenate – von 1556 - Drei Prunkzimmer des 16. Jahrhunderts
Galerie 1530 – Galerie in Fachwerkhäusern der Renaissance
Kunsthof – Verkaufs-Werkstätten von Kunsthandwerkern - Glasbläser, Naturmaterialien - Kinderspielzeug - Andenken von bleibendem Wert
"Earth Collection" - Goldschmiede - Wohndesign - Porzellanmanufaktur
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Ausstellung Renι Strecker
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Galerie im Ersten Stock
Reneé Strecker
Maritime Impressionen
Aquarell- Monotypie Öl Zeichnung
Eröffnung
Sonntag, dem 25. Mai 2012, um 11 Uhr in der Galerie im Ersten Stock.
Das Gespräch mit der Künstlerin führt Rainer Schulze.
Eine Veranstaltung zum 10. Museumsfrühling der Stadt Wernigerode
René Strecker:
...Die Frage nach der eigenen, authentischen Form von Malerei führte mich in die Hochschule für Bildende Künste, Berlin (1979 '83) in die Klasse von Professor Karl Oppermann. Zunächst erlernte ich die klassischen Techniken der Malerei und widmete mich vier Jahre lang dem großen Thema Landschaft. Es entstanden Aquarelle und Gouachen: z. B. "Norddeutsche Landschaft", "Küstenlandschaft". Ich reduzierte das Seherlebnis Landschaft auf seine Elemente: die Waagerechte (z. B. Horizont) und Senkrechte (z. B. Grenzbalken, Bäume u. a.). Mit diesen bildnerischen Elementen experimentierte ich und entwickelte im Laufe der Zeit die mir eigene Formen- und Farbsprache.
Angeregt durch einen längeren Sizilienaufenthalt entstanden die Collage-Zyklen: Sizilianischer Friedhof, terremoto, terra santa. Die Bedeutsamkeit eines Fundstückes aus verlassenen Häusern, die Melancholie im Verfall einer Mauer, Magie und Wesen eines Steines, Dynamik einer Wurzelstruktur boten mir immer wieder Anlässe zu neuen Bildfolgen. Natur und Licht waren Ursache für Farbe. Mit Hilfe der druckgraphischen Techniken und Zeichnungen habe ich die Linie "entdeckt", die dann ins Ölbild gesetzt Rhythmus bedeutet, Musik und Klang. Die Sinnlichkeit der Farbe und des Materials machen die Oberfläche der Ölbilder ertastbar, steigern ihren taktilen Charakter. Die Titel z. B. "velato", 1994 (ital. verhüllt) deuten auf die Zwei-Teilung der Bilder hin: eine Innen- und eine Außenwelt, die Seelenwelt als Bildraum, die sich aus Erinnerungen, Assoziationen speist.
Durch den Fall der Berliner Mauer gab es ab 1989 für mich nur ein Thema: Mauer. Aufbrüche, Durchbrüche, Begrenzungen wurden visualisiert. Die Farbe Grau wurde zur Universalfarbe erklärt. Das Bild "Wilhelmstraße" ist der Höhepunkt dieser Auseinandersetzung: der Ort an dem die Reichsministerien für Sicherheit lagen, dort, wo in den Kellern unter der Straße gefoltert wurde, hat mich betroffen gemacht und dem Bild seinen Titel gegeben. Gewalt wird visualisiert: die Verletzung der bemalten Leinwand mit waagerechten Messereinschnitten im Mittelteil, der in seiner bleiernen Klobigkeit an die Architektur eines Bunkers erinnert...
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