Der Wernigeröder Kunst- und Kulturverein e.V.  wurde 1990 gegründet.
Sie finden uns direkt am Markt in Wernigerode.
Wir laden Sie ein, Eintritt frei:
Galerie im Ersten Stock – moderne Kunst in 6 Ausstellungen jährlich ständiges Angebot von Bildern und Objekten (Grafik, Malerei, Plastik, Schmuck, Holzbildhauerei, gegossene Objekte)
Geöffnet von Dienstag bis Sonntag von 14 bis 17 Uhr, Samstag von 11 bis 17Uhr.
Remise – Kleiner Veranstaltungssaal für etwa 100 Teilnehmer
Kemenate –  von 1556  -  Drei Prunkzimmer des 16. Jahrhunderts
Galerie 1530Galerie in Fachwerkhäusern der Renaissance
KunsthofVerkaufs-Werkstätten von Kunsthandwerkern - Glasbläser, Naturmaterialien - Kinderspielzeug - Andenken von bleibendem Wert
"Earth Collection" - Goldschmiede - Wohndesign - Porzellanmanufaktur

 
Aktuelles:
Wiebke Steinmetz Objekte - Grafik - Figuren
Ausstellung in der Galerie im Ersten Stock vom 22. Mai bis 3. Juli 2016
Eröffnung am Sonntag, dem 22. Mai um 11 Uhr mit einem Künstlergespräch - Eintritt frei!

Aus mehreren Gründen kann die Künstlerin eine „Grenzgängerin“ genannt werden. Ihre beiden brandenburgischen Wohn- und Arbeitsplätze – Amalienhof und Fürstenwerder – liegen hinter einem See, der sich buchtenreich in der mecklenburgisch-brandenburgischen Landschaft hinstreckt.
Sie „pendelt“ zwischen ihren Handwerkszeugen – zwischen Kettensäge und Scherenschnittschere bzw. Schnitzmesser. Mit dem gröberen Werkzeug legt sie die Grundformen ihrer Holzplastiken an, mit den feineren gestaltet sie ihre aktionsreichen Scherenschnittbilder, die ganze Geschichten erzählen. „Ich komme ja vom Theater, deshalb sind meine Schnitte Schattenbilder, weniger klassische Scherenschnitte“, erklärt sie mit freundlichem Lächeln. „Außerdem zeichne ich vor – was der Scherenschnitt eigentlich nicht erlaubt. Da wird ja frei gearbeitet.“
Hier konnte die Künstlerin aber beruhigt werden. Zwar ist das Vorzeichnen immer wieder ein Diskussionspunkt unter den Scherenschnitt-Künstlern, aber bereits Johanna Beckmann schrieb dazu 1910 in ihrem Werkbuch „Die schwarze Kunst“: „Ich meine, man mag es mit dem Vorzeichnen halten nach Belieben bei der Wiedergabe vorhandener Gebilde.
“Turbulent wie im Theater geht es in Wiebke Steinmetz` Schattenbildern zu. Da rodeln beispielsweise die „Flachländer“ in Ermanglung größerer Erhebungen von Haus- und Turmdächern.
Auch Radrennfahrer wollen hoch hinaus, denn sie besitzen in ihrem Rennrad ein universell einsetzbares Fortbewegungsmittel. Regenschirme bewähren sich an einem „Regentag“ nicht nur als schützende Dächer, sondern ebenso als Fluggeräte.
Übrigens scheint das Thema „Fliegen“ die Künstlerin besonders zu fesseln und zu immer neuen Interpretationen herauszufordern. In ihren Holzplastiken „Flugversuche“ müht sich eine männliche Figur, die aus nur grob bearbeiteten Holzbalken herauswächst, sich von der Erde zu lösen, wird aber immer wieder – anders als in den filigran gestalteten Scherenschnittbildern – durch ihre eigene Schwere am Aufsteigen gehindert.
Die ausgebildete Tischlerin Wiebke Steinmetz hat im Scherenschnittpapier, dem verwandelten Holz, ein neues Material gefunden, mit welchem sie kreativ experimentiert.
Wiebke Steinmetz wurde 1968 in Berlin geboren. Nach dem Abitur, arbeitete sie als Kostümschneiderin in einem Berliner Puppentheater, lebte ein Jahr lang in Ländern Südamerikas, studierte dann in Berlin und Heidelberg, schulte zur Tischlerin um und bestreitet nun als freischaffende Künstlerin im Nordosten ihren Lebensunterhalt, wie gesagt, als „Grenzgängerin“ im mecklenburgisch brandenburgischen Landstrich um Feldberg und Fürstenwerder.