Volkmar Kühn und Marita Kühn-Leihbecher
Der Zeichner und Plastiker und die Malerin zeigen ab 18. März 2010 ihre Arbeiten.
Kühn – Biographie
Eine Auswahl

1942 in Königssee in Thüringen geboren.
1956-58Lehre als Kerammodelleur in der Sitzendorfer Porzellanmanufaktur
Ab 1959 Studium an der Fachschule für Angewandte Kunst, Leipzig
1963 Hilfstierpfleger im Leipziger Zoo
1965 Erste kommunale Aufträge.
1968 Aufnahme in den Künstlerverband - Umzug nach Mildenfurth
1984 Ausstellung Galerie Unter den Linden, Berlin. Eine Arbeit in der Sammlung Ludwig, Oberhausen
1992/93 Gründung eines Arbeitskreises „Kunst und Kultur Kloster Mildenfurth“
Ateliergalerie
1994 Porzellanmasse wird neben Bronze und Ton zu einem ebenbürtigen Material bei der Umsetzung bildhauerischer Ideen
2000 Erstes Skulpturenprojekt in der Innenstadt Ilmenaus
seitdem Ausstellungen gemeinsam mit Marita Kühn-Leihbecher, Projekte, Skulpturen für öffentliche Plätze
Wer Volkmar Kühn in Wünschendorf besucht, bekommt als erstes den Eindruck, er wohne in einer Idylle, die Natur und Kunst vereint. Die Nachbarschaft zum Kloster Mildenfurth lässt die unmittelbare Geschichtsträchtigkeit des Bodens, auf dem er lebt und arbeitet, geradezu spüren. Diese Dreieinigkeit von Natur, Kunst und Geschichte ist sehr gegenwärtig, wenn man sich mit Volkmar Kühn unterhält. Dabei ist er ein streitbarer, ruheloser und nimmermüder Geist, wenn es darum geht, die Natur in ihrer Natürlichkeit zu erhalten und Geschichte in ihren historischen Zusammenhängen zu betrachten. So kann man versuchen, seine Kunst zu verstehen.
Die Gesten seiner Figuren symbolisiere Gefühle, Stimmungen und Absichten. Sie können einladen aber auch abwehren, sie vermögen Handlungen auszulösen und zu verhindern. Immer brauchen seine Arbeiten Raum, Physischen und seelischen. Seine Skulpturen benötigen die Nähe zum Menschen, weil sie erschaffen wurden, mit ihm zu reden. Sie strahlen in besonderer Form aus Leib, Gesicht und Hand heraus. Die Skulpturen Volkmar Kühns sind so eindringlich wie leise, so verträumt wie selbstvergessen, so beherrscht wie geheimnisvoll und so klar wie zurückhaltend. Niemals laut und selbstsüchtig, aggressiv oder zwanghaft. Jedes Stück ein Unikat mit individueller Ausstrahlung, einzigartig in ihrer gültigen Ausformung.