Der Wernigeröder Kunst- und Kulturverein e.V.  wurde 1990 gegründet.
Sie finden uns direkt am Markt in Wernigerode.
Wir laden Sie ein, Eintritt frei:
Galerie im Ersten Stock – moderne Kunst in 6 Ausstellungen jährlich ständiges Angebot von Bildern und Objekten (Grafik, Malerei, Plastik, Schmuck, Holzbildhauerei, gegossene Objekte)
Geöffnet von Dienstag bis Sonntag von 14 bis 17 Uhr, Samstag von 11 bis 17Uhr.
Remise – Kleiner Veranstaltungssaal für etwa 100 Teilnehmer
Kemenate –  von 1556  -  Drei Prunkzimmer des 16. Jahrhunderts
Galerie 1530Galerie in Fachwerkhäusern der Renaissance
KunsthofVerkaufs-Werkstätten von Kunsthandwerkern - Glasbläser, Naturmaterialien - Kinderspielzeug - Andenken von bleibendem Wert
"Earth Collection" - Goldschmiede - Wohndesign - Porzellanmanufaktur

 
Aktuelles:
Henrique Lemes – Farbholzschnitte
Ausstellung in der Galerie im Ersten Stock
vom 28. Mai bis 9. Juli 2017

Eröffnung am Sonntag, dem 28. Mai, um 11 Uhr mit einem Künstlergespräch.
Eintritt frei!

Geboren 1961 in Uberlandia, Brasilien, begann 1981 die Ausbildung beim Holzschnittmeister Ciro Fernandes. 1984 übernahm der die Leitung der Kunstabteilung beim Senator für Kultur in Uberlandia. Mehr als 100 Ausstellungen, u.a. in Brasilien, Deutschland, Frankreich und Belgien machte seine Kunst bekannt, di ihm auch zahlreichen Preise im Rahmen internationaler Ausstellungen einbrachte.

Seit 1993 lebt Lemes freischaffend in Bremen.

Hernique Lemes hat, was man einen migrantischen Hintergrund nennt. Seit er aus Brasilien nach Deutschland kam, lebt er in Bremen, im Ostentor-Viertel, einem bunt gemischten Stadtquartier. Aus der „Neuen Welt“ hat er einen Bildervorrat mitgebracht, der sich in seinen Bildern unübersehbar mit den Ansichten der „Alten Welt“ mischt. Während seine Heimat für Europäer ein exotisches Land ist, waren ihm die Traditionen des Expressionismus oder Surrealismus nicht fremd. Doch er hat seine kulturellen Wurzeln nicht vergessen

In seiner Wohnung in dem kleinen Altbremer Haus ist es eng – Henrique wohnt sozusagen in seiner Werkstatt. Irgendwo zwischen meterhohen Stapeln von Holzplatten schaut sein Bett heraus, in der engen Küche stapeln sich Farbtöpfe neben Gewürzen, Kaffeedosen und Keramikgeschirr.

Auffällig in seinen Arbeiten ist das satte Blauschwarz, das ihm als Basisplatte dient. Danach schneidet er eine zweite Platte, immer und immer wieder werden verschiedene Platten übereinander gedruckt, von Rot und Hellblau über Grün bis zu Ocker und Hellgelb. Vom Dunkeln ins Helle. Von herbstlichen Kürbissen über Malachit zu Türkis, von Zucchini bis Honigmelone.

Geblieben sind Henrique Lemes auch seine aus der Heimat mitgebrachten Tiere: Hier ein Hund, dort ein Vogel, da ein Fisch, selbstverständlich im Dialog mit den Menschen. Jedes Blatt wird zu einer Arche Noah, wo die Kreaturen sich achten und schätze, behutsam miteinander umgehen, sich fröhlich gegenseitig betrachten. „Bem te vi!“, so heißt ein Bild mit einem farbenprächtigen brasilianischen Amselvogel. „Bem te vi!“ bedeutet soviel wie: Gut, dich zu sehen. Und das ist die Botschaft fast aller Bilder von Henrique Lemes. ..
(Rainer B. Schossig, gekürzt)